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Google Web Light

Performance

Wenn Nutzer mobil im Internet surfen und dabei von der Google-Suche auf eine Webseite gelangen, die sehr langsam lädt, spielt Google in diesem Fall eine schnelle und schlanke Version der Webseite aus. Dazu wird eine Webseite transcodiert, was zu weniger Datenvolumen beim Herunterladen der jeweiligen Webseite führt. Google nennt diese Art der Webseiten-Ausspielung und Technologie Web Light. Laut Google laden die Seiten dadurch viermal schneller und verbrauchen 80 % weniger Datenvolumen, was zu 50 % mehr Traffic führt.

Wie sieht eine Web Light-Seite aus?

Die Web Light-Seiten enthalten nur die relevanten Inhalte inkl. einem Link, wo die Nutzer zur Originalseite gelangen können. Wie eine Web Light-Seite aussieht, kann auf 3 verschiedene Wege getestet werden:

  • Unter https://www.google.com/webmasters/tools/transcoder kann ein Test gemacht werden, wenn man ein Google-Konto hat.
  • Falls kein Google-Konto vorhanden ist, kann man die URL http://googleweblight.com/i?u=[ihre_website_URL] auf einem Mobilgerät aufrufen und statt [ihre_website_URL] einfach die eigene URL eingeben.
  • Auf dem Desktop kann man ebenfalls die URL http://googleweblight.com/i?u=[ihre_website_URL] mit der eigenen Domain aufrufen, jedoch muss hier der Mobile-Emulator über die Developer Console aufgerufen werden.

Im Fall meiner Seite würde eine Web Light-Seite im Vergleich zur normalen Seite folgendermaßen aussehen (links die Web Light-Version):

Web Light

Da meine Seite Frontend-seitig generell schlank ist, sieht man hier nicht allzu große Unterschiede. Dennoch fällt auf:

  • Im oberen Bereich sieht man einen Balken mit dem Hinweis, dass es sich um eine optimierte Seite von Google handelt inkl. dem Link zur Originalseite.
  • Das Logo und Menü werden anders dargestellt.
  • Web Light hat meine Schriftart durch eine andere ersetzt.

Bei größeren und komplexeren Webseiten wird der Unterschied größer und drastischer ausfallen. Man kann dies einfach mit den Links von oben ausprobieren und testen.

Was du über Web Light wissen musst

Nachfolgend findest du einige Informationen im Zusammenhang mit Web Light, die du auf dem Schirm behalten solltest:

  • Web Light-Seiten werden Nutzern nur in der mobilen Suche auf Mobiltelefonen (nicht Desktop oder Tablet) bei sehr langsamer Internetverbindung ausgespielt.
  • Man hat keinen Einfluss auf die Darstellung der Web Light-Seiten (bis auf die Anzeigen-Reihenfolge; siehe unten). Google transcodiert und minimiert die Seiten selbst.
  • Wenn man verhindern möchte, dass Google Web Light-Seiten ausspielt, so kann man dies mit „Cache-Control: no-transform“ im HTTP-Header unterbinden.
  • Web Light unterstützt aktuell Suchanfragen nur über Chrome- und Android-Browser sowie Google Go.
  • Web Light unterstützt aktuell (Stand 12.04.2019) die Werbenetzwerke Sovrn, Zedo, AdSense und Google Publisher-Tags (GPT).
  • Um die Seite klein zu halten werden jedoch maximal 3 Werbeanzeigen pro Seite ausgespielt. Google nimmt sich hier die ersten 3 eingebundenen Werbeanzeigen (die Reihenfolge spielt hier eine wichtige Rolle).
  • Es kann passieren, dass Google einzelne Webseiten nicht transcodieren kann. Gründe können sein: Große eingebundene Videodateien, technische Schwierigkeiten bei der Transcodierung oder Notwendigkeit von Cookies für die Darstellung von Inhalten.

Analyse von Web Light-Seiten

Mit folgenden 3 Tools können Web Light-Seiten näher analysiert werden:

  • Google Analytics
  • Google Search Console
  • webpagetest.org

Google Analytics
Wird eine Webseite als Web Light ausgespielt so wird auch Google Analytics in einem begrenzten Umfang unterstützt. Hierbei werden nur Statistiken zu Seitenaufrufen erfasst. Beachte, dass dabei nur Universal Analytics unterstützt wird. Um die Zugriffe über Web Light-Seiten auszuwerten muss man in den Seitenberichten nachschauen. Für die URL demirjasarevic.com/google-web-light wird der Zugriff in Google Analytics als demirjasarevic.com.googleweblight.com/google-web-light vermerkt. Um solche Zugriffe zu identifizieren kann man z.B. in den Verhaltensreport gehen und sich dort alle aufgerufenen Seiten anzeigen lassen. Im Anschluss kann nach „googleweblight.com“ gefiltert werden, um die Daten zu analysieren.

Google Search Console
In der neuen Google Search Console lassen sich Ergebnisse zu Web Light-Seiten ebenfalls anzeigen. Mehr dazu hier auf Search Engine Land.

webpagetest.org
Über diesen Link kann man mit Webpagetest überprüfen, wie schnell eine transcodierte Webseite laden würde. Dabei wird eine 2G-Verbindung vom Tool simuliert.

Last modified: 12. April 2019