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Local SEO

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Was ist Local SEO?

Local SEO (oder auch “Local Search” und “Lokale Suche”) bezeichnet alle Maßnahmen, die zur Optimierung der lokalen Rankings beitragen. Es geht also darum, auf Suchanfragen mit lokalen und regionalen Bezug zu optimieren. Google möchte dabei Nutzern Ergebnisse mit Websites, Unternehmen und Dienstleistern ausliefern, die sich geografisch in der Nähe des Nutzers befinden. Da Google nutzerbezogene Daten wie den Standort des Nutzers bei der Auslieferung der Ergebnisse einbezieht, handelt es sich bei lokalen Suchergebnissen auch um personalisierte Suchergebnisse.

Wichtigkeit von Local SEO

Früher hat man das Telefonbuch durchsucht, um lokale Unternehmen zu finden. Branchenbücher im Internet haben dann irgendwann die Telefonbücher größtenteils ersetzt. Mittlerweile sind Suchmaschinen die erste Anlaufstelle für Nutzer, wenn es um die Suche nach passenden Dienstleistern und Geschäften geht. Für Unternehmen liegt hier also viel Potential. Dazu gibt es auch zahlreiche Studien, die immer wieder zu ähnlichen Ergebnissen kommen:

  • 9 von 10 Nutzern nutzen Suchmaschinen, um nach Unternehmen in ihrer Nähe zu suchen.
  • Suchanfragen mit lokalem Bezug werden stark von unterwegs aus gestellt.
  • Nutzer, die nach lokalen Dienstleistungen und Produkten suchen, sind (vor allem wenn die Anfrage mobil ausgeführt wird) kurz vor einer Kaufentscheidung.

Local SEO bietet noch eine Reihe weiterer Vorteile. Vor allem der letzte Punkt müsste für alle betreffenden Unternehmen Grund genug sein, Local SEO in die SEO-Strategie zu integrieren.

Wer sollte Local SEO betreiben?

Local SEO macht für alle Unternehmen Sinn, die einen oder mehrere Standorte haben, an denen sie Dienstleistungen und Produkte anbieten. Das sind zum einen reine Offline-Unternehmen und zum anderen Online-Unternehmen mit lokalen Standorten.

Lokale Suchanfragen und Suchergebnisse

Bevor man sich mit den Rankingfaktoren für die lokale Suche näher beschäftigt, sollte man sich zunächst mit den lokalen Suchanfragen und Suchergebnissen auseinandersetzen.

Lokale Suchanfragen
Ganz am Anfang stehen die gestellten Suchanfragen seitens der Nutzer. Im Local SEO sind das Suchanfragen mit lokalem Bezug. Diese kann man kategorisieren in:

  • Explizit lokale Suchanfragen: Hierbei handelt es sich um Suchanfragen mit einer Ortsangabe. Der lokale Bezug ist klar gegeben. Ein Beispiel wäre “friseur münchen”. Hier weiß die Suchmaschine, was der Nutzer genau will und spielt die entsprechenden Suchergebnisse aus.
  • Implizit lokale Suchanfragen: Es gibt auch lokale Suchanfragen, die keinen konkreten Ort in der Suchanfrage beinhalten, jedoch einen lokalen Bezug haben. Um beim obigen Beispiel zu bleiben, wäre das in diesem Fall nur “friseur”. Auch Google hat in einer Studie herausgefunden, dass Nutzer sich lokale Suchergebnisse erwarten auch wenn keine konkrete Ortsangabe gemacht wird.
  • Navigatorisch lokale Suchanfragen: Oft kommt es auch vor, dass Nutzer ganz konkret wissen was und wohin sie wollen. Das macht sich auch in den Suchanfragen bemerkbar. Dort steht dann z.B. “friseurname sendling”.

Lokale Suchergebnisse
Sobald auf Basis der eingegebenen Keywords erkannt wird, dass es sich um lokale Suchanfragen handelt, werden auch lokale Suchergebnisse angezeigt. Diese unterscheiden sich etwas von den Standard-Suchergebnissen mit 10 Treffern, die rein aus Title, URL und Meta-Description bestehen.

Lokale Suchergebnisse enthalten 2 Bereiche auf der SERP:

  • Organische, lokale Standard-Suchergebnisse
  • Local Pack oder Local Teaser

Ersteres entspricht den Standard-Suchergebnissen bestehend aus Title, URL und Meta-Description. Manchmal auch erweitert um Rich Snippets. Insgesamt jedoch stärker lokal bezogen. Hier existieren 2 Arten der Ausspielung:

  • Vollständig lokale Standard-Suchergebnisse: Liegt vor, wenn anhand der Suchanfrage ganz klar ist, dass ein lokaler Bezug besteht. Hier sind alle organischen Suchergebnisse lokale Treffer.
  • Ergebnis-Diversifikation: Bei diesen Suchanfragen werden gemischte Ergebnisse ausgespielt. Zum einen sind lokale Ergebnisse vorhanden, aber auch nicht-lokale. Diese werden angezeigt, wenn die Suchmaschine anhand der Suchanfragen nicht eindeutig erkennen kann, was die beste Nutzererfahrung bietet. Sucht ein Nutzer z.B. nach “baustoffe” so bekommt er organische, lokale Suchergebnisse, aber auch Online-Shops. Damit möchte die Suchmaschine eine Vielfalt anbieten, wo der Nutzer dann selbst entscheiden soll, was das beste für ihn ist.

Die Blöcke, die deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sind Local Pack und Local Teaser. Das sind mehr oder weniger die Google Maps-Suchergebnisse, die in die organische SERP integriert werden.

Beim Local Pack handelt es sich um eine Box, die die 3 besten lokalen Suchergebnisse inkl. der Google Maps anzeigt. Da 3 Ergebnisse angezeigt werden, spricht man dabei auch vom Local-3-Pack. Auf dem Desktop waren früher sogar 7 Ergebnisse sofort sichtbar vertreten, weshalb man vom Local-7-Pack sprach. Nach der Zeit hat sich Google jedoch immer mehr an die mobile Darstellung (Mobile-First-Ansatz) orientiert, sodass konsistent nur noch 3 Ergebnisse angezeigt werden. Damit stellt Google ein geräteübergreifendes Nutzererlebnis sicher. Zu jedem Ergebnis im Local Pack werden die NAP-Daten (Name, Adresse und Telefonnummer), Öffnungszeiten, Bewertungen (falls vorhanden) und die Kategorie angezeigt. Die Bewertungen stammen vom Google My Business-Profil. Zudem werden 2 Links prominent angezeigt: Zur Website und zur Wegbeschreibung.

Der Local Teaser ist ähnlich, der auch als “Local Snack Pack” bezeichnet wird. Auch hier findet man Google Maps und darunter die 3 Ergebnisse. Jedes Ergebnis enthält den Unternehmensnamen und verschiedene Kontaktdaten (Adresse oder Telefonnummer). Die angezeigten Kontaktdaten hängen von der Branche ab. Bei Restaurants wird z.B. die Adresse angezeigt, beim Schlüsseldienst die Telefonnummer. Bewertungen, Kategorie und Fotos werden bei fast jeder Branche angezeigt. Es gibt weitere Detail-Informationen, die von der Branche wiederum abhängen. Bei Hotels wird der durchschnittliche Übernachtungspreis angezeigt. Beim Local Teaser fehlen jedoch die 2 Links zur Website und zur Wegbeschreibung. Insgesamt ist der Local Teaser individueller auf die Suchanfrage ausgerichtet.

Welchen der beiden Blöcke Google anzeigt, kann man leider nicht beeinflussen. In der Praxis sieht man, dass komplexe Produkte und Dienstleistungen eher den Local Pack bekommen, da dort der Link zur Website vorhanden ist, wo sich Nutzer dann intensiver mit den komplexen Produkten und Dienstleistungen auseinandersetzen können.

Google-Updates für die lokale Suche

Die lokalen Suchergebnisse wurden von Google laufend optimiert und durch diverse Algorithmus-Updates verbessert. Hier die wichtigsten Anpassungen der lokalen Suche:

Venice
Das Venice-Update wurde Anfang 2012 ausgerollt. Mit Venice wird der Standort der Nutzer genauer erfasst. Und es werden lokale Suchergebnisse besser in den SERPs dargestellt. Dabei unterschied man zwischen lokalen Suchergebnissen mit 3 (Local-3-Pack) und 7 (Local-7-Pack) Ergebnissen. Diese wurden im Wechsel ausgespielt.

Pigeon
Ende Juli 2014 wurde das Pigeon-Update ausgerollt. Folgende Erkenntnisse hat man dazu gewonnen:

  • Die Ranking-Berechung der lokalen Ergebnisse wurde an das Ranking der Webergebnisse angeglichen
  • Der Radius für die Darstellung der lokalen Ergebnisse wurde etwas eingeschränkt
  • Die Berechnung der Ergebnisse für den jeweilig gesuchten Ort wurden genauen vorgenommen

Opossum
Im September 2016 wurde das Opossum-Update ausgerollt. Opossum ist kein Name, der von Google offiziell vergeben worden ist. Das Update bezieht sich hauptsächlich auf die Local Packs (Boxen mit max. 3 Ergebnissen) sowie auf die Ergebnisse in Google Maps. Opossum hat 5 Eigenschaften:

  • Unternehmen, die sich außerhalb der Stadtgrenzen befinden, profitieren: Vor dem Update hatten Unternehmen, die am Stadtrand angesiedelt waren, das Problem, für Keywords mit der entsprechenden Stadt zu ranken. Diese Unternehmen haben sogar eine zur Stadt gehörende Postanschrift, aber geografisch gesehen waren sie außerhalb der Stadt. Mit dem Update rankten nun auch solche Unternehmen besser für die gewünschten Städte-Keywords.
  • Filterung auf Basis der Postanschrift: Um Ergebnisse zu filtern, nutzt Google mit der Einführung des Updates die Adresse. Befinden sich mehrere Unternehmen der gleichen Branche an der gleichen Adresse, filtert Google einige Unternehmen heraus. Erst wenn man in die Google Maps Karte zoomt, werden mehr und mehr Unternehmen wieder angezeigt. Vor dem Update hatte Google auf Basis derselben Domain und Telefonnummer gefiltert.
  • Nutzer-Standort wichtiger: Es werden mehr Ergebnisse in unmittelbarer Nähe des Nutzers angezeigt.
  • Keyword-Formulierungen werden unterschiedlich behandelt: Das Update sorgt dafür, dass Abfragen wie “autowerkstatt münchen” und “autowerkstätte münchen” etwas unterschiedliche Ergebnisse liefern.
  • Lokale Ergebnisse unabhängiger von organischen Ergebnissen: Bisher wurden lokale Ergebnisse rausgefiltert, wenn das organische Ergebnis ebenfalls aufgrund Qualitätsmängel gefiltert wurde. Mit Opossum werden die beiden Suchergebnisse unabhängiger. Wird eine Seite in den organischen Ergebnisse herausgefiltert – aufgrund z.B. Duplicate Content – dann kann die Seite dennoch noch im Local Pack ranken.

Hawk
Hawk wurde 2017 ausgerollt – ca. 1 Jahr nach Opossum – und sorgte für einige Korrekturen und Änderungen des Opossum-Updates. Mit Opossum wurden bspw. Unternehmen mit gleicher Adresse herausgefiltert. Dies hatte den Nachteil, dass einige Unternehmen nicht sichtbar waren. Das Hawk-Update ging nicht mehr so strikt vor und einige Unternehmen konnten wieder ihre Sichtbarkeit in den lokalen Suchergebnissen zurückerlangen.

Rankingfaktoren beim Local SEO

Um gute Platzierungen bei lokalen Suchanfragen zu bekommen, müssen diverse Faktoren optimiert werden. Es existieren viele Tests, Studien und Meinungen, was wirklich wichtig ist, um Top-Platzierungen zu erhalten. Google nennt offiziell 3 Bereiche, die ausschlaggebend sind:

  • Relevanz: Damit ist die Übereinstimmung von Suchanfrage und Ergebnis gemeint. Laut Google sollten lokale Einträge lückenlos und ausführlich sein, damit sich der Eintrag besser relevanten Suchanfragen zuordnen lassen kann.
  • Entfernung: Hier berücksichtigt Google die Entfernung des Unternehmens vom in der Suchanfrage genannten Ort. Wird kein Ort in der Suchanfrage mitgegeben, dann wird die Entfernung auf Basis von bekannten Standort-Informationen seitens dem Nutzer berechnet.
  • Auffälligkeit: Damit meint Google den Bekanntheitsgrad eines Unternehmens. Je bekannter desto mehr Beachtung bekommt der Eintrag von Google. Dabei spielen auch Backlinks sowie Rezensionen eine wichtige Rolle.

Eine bekannte Studie von MOZ aus dem Jahr 2018 nennt 8 Ranking-Faktoren. Je nachdem, ob es sich um die Ergebnisse im Local Pack bzw. Local Teaser oder in den organischen Suchergebnissen handelt, haben diese 8 Faktoren eine unterschiedliche Gewichtung. Es handelt sich um folgende Faktoren:

  • Google My Business-Signale (Nähe, Kategorie, Keyword im Unternehmensnamen, etc.)
  • Links (Autorität der linkgebenden Seite, Inbound Anker-Texte, etc.)
  • Rezensionen (Quantität, Vielfalt, etc.)
  • Onpage-Optimierungen (NAP, Keywords, etc.)
  • Citations (IYP, NAP, etc.)
  • Nutzer-Verhalten (CTR, etc.)
  • Personalisierung
  • Social Signals (Facebook, Twitter, etc.)

Ich persönlich würde zunächst die verschiedenen Ranking-Faktoren grob kategorisieren. Für mich sind es folgende wichtige Bereiche, die man im Auge behalten sollte:

  • Grundlagenfaktoren: Hier würde ich persönlich den Standort des Nutzers und das Thema “NAP” sehen.
  • Onpage: Hier geht es darum, relevante Local-SEO-Faktoren auf der eigenen Website sicherzustellen, damit die Website für lokale, organische Suchergebnisse in Frage kommt.
  • Google My Business: Ein Eintrag bei Google My Business ist wichtig, um Ergebnisse bei Google Maps und im Local Pack bzw. Local Teaser zu erhalten.
  • Offsite und Citations: Hier geht es darum, Backlinks und Erwähnungen auf externen Websites und Portalen aufzubauen.

Grundlagenfaktoren

Hierzu gehören:

  • Standort des Nutzers
  • NAP

Im Local SEO spielt der Standort des Nutzers eine ganz entscheidende Rolle. Da die meisten lokalen Suchanfragen von unterwegs mit dem Mobiltelefon gestellt werden, erwarten sich Nutzer auch passgenaue Ergebnisse. Aus diesem Grund ist es für Google oberstes Ziel, den gewünschten Ort des Nutzers herauszufinden. Oben bei den lokalen Suchanfragen haben wir gesehen, dass diese in 3 Kategorien grob unterteilt werden können: Explizit lokale Suchanfragen, implizit lokale Suchanfragen und navigatorisch lokale Suchanfragen.

Bei den explizit lokalen Suchanfragen kann Google den gesuchten Ort aus der Suchanfrage erkennen. Bei den navigatorisch lokalen Suchanfragen weiß Google auch, was der Nutzer konkret will. Bei den implizit lokalen Suchanfragen kann jedoch Google anhand der Suchanfrage nicht erkennen, welchen Ort der Nutzer meint (z.B. “friseur”). Genau hier holt sich die Suchmaschine Standort-Informationen über die IP-Adresse, W-LAN, GPS, usw., um passenden Ergebnisse auszuliefern. Bis Ende 2017 lieferte Google Suchergebnisse noch auf Basis der Domainendung aus.

Der Standort des Nutzers ist mit ein Ranking-Faktor beim Local SEO, den man aber nicht selbst beeinflussen kann. Sucht ein Nutzer aus München nach “zahnarzt”, dann wird er vermutlich Zahnärzte in seiner Nähe sehen wollen. Eine Zahnarzt-Praxis am anderen Ende der Stadt wird es schwer haben, diesen Nutzer dann organisch zu erreichen. Natürlich könnte der gleiche Nutzer aus München im Urlaub in Südamerika sein und von dort aus nach Zahnärzten in München suchen. Der Nutzer wird dann ohnehin dann den Ort in der Suchanfrage mitgeben und somit bei “zahnarzt stadt/stadtteil/straße” passende Ergebnisse bekommen.

Anders hingegen sieht es bei NAP aus, was man selbst beeinflussen kann. NAP steht für “Name, Adress, Phone Number”. Dabei geht es um die Konsistenz dieser Unternehmensdaten auf den verschiedenen Plattformen (und der eigenen Website) im Internet. Es ist also wichtig, dass die folgenden Daten im Internet überall und immer gleich angegeben werden:

  • Unternehmensname immer in gleicher Schreibweise angeben (Groß- und Kleinschreibung, Rechtsformzusatz, etc. berücksichtigen)
  • Die Adresse sollte ebenfalls immer einheitlich geschrieben werden. Hier Bindestriche und Ausschreibungen berücksichtigen. Man sollte also entweder “Max-Mustermann-Str.” oder “Max Mustermann Straße” wählen und bei einer Variante dann bleiben.
  • Bei der Telefonnummer sollte auch das gleiche Format verwendet werden.

Am besten ist es, wenn man die Daten und Schreibweisen einmal irgendwo zentral ablegt, wo jeder darauf Zugriff hat. Zudem sollte man immer wieder alle Einträge im Internet daraufhin prüfen.

Onpage-Optimierung

Bei der Onpage-Optimierung ist es zunächst mal wichtig, alle SEO-Basics sicherzustellen. Dazu gehört, dass Crawling und Indexierung von Inhalten ohne Probleme funktioniert. Im Content-Bereich sollten die Inhalte einen Mehrwert für die Nutzer bieten. Bei der Local-SEO-Onpage-Optimierung gibt es jedoch auch spezielle Anforderungen, die man berücksichtigen muss:

  • Keyword-Analyse: Die Basis stellt eine Keyword-Analyse mit lokalen Bezug dar. Dabei sollten Keywords mit Ortsnennung (explizit lokale Suchanfragen) recherchiert werden, aber auch Keywords ohne Ortsnennung, die jedoch einen lokalen Bezug haben (implizit lokale Suchanfragen). Auch sollte man analysieren, welche navigatorisch-lokale Suchanfragen Nutzer stellen, um so die notwendigen Seiten und Informationen bereit stellen zu können.
  • Content: Auf Basis der Keyword-Analyse kann nun der Content optimiert werden. Dazu gehören klassischerweise die Meta-Angaben, der Text, Überschriften, Alt-Tags, usw. Jedoch sollte man bei der Optimierung den lokalen Bezug berücksichtigen (= recherchierte Keywords). Das heißt auch, dass Telefonnummer, Öffnungszeiten, Adresse, etc. auf jeder Seite prominent platziert werden sollten, da dies im lokalen Bereich die meist gesuchten Informationen sind.
  • Lokale Landingpages: Es kann auch Sinn machen (vor allem bei mehreren Standorten und Filialen) eigene Landingpages zu erstellen, wo explizit auf den Standort mit all seinen Besonderheiten eingegangen wird. Auch hier sollte man sich auf die Keyword-Analyse zunächst stützen. Ist genug Suchvolumen für die Keyword-Städte- und sogar auch -Stadtteil-Kombinationen vorhanden, so kann man Städte- und Stadteil-Landingpages erstellen. Hier lassen sich dann auch für den jeweiligen Standort passende lokale Inhalte anbieten. Dazu gehören eine Google Maps, Rezensionen, Standort-Bilder, Videos, Anfahrtsbeschreibungen, Parkmöglichkeiten, Vorstellung des lokalen Teams und sonstige lokale Angaben.
  • Strukturierte Daten: Mehr zu Thema “Strukturierte Daten” kannst du in meinem Beitrag dazu lesen. Der Typ “LocalBusiness” ist hier besonders wichtig. Es gibt aber auch weitere, sehr spezifische Typen für Zahnärzte, Kaffees, etc.
  • Mobile und Pagespeed: Diese 2 Aspekte sollten mittlerweile ebenfalls zu den Basis-Optimierungen zählen. Da sie aufgrund der hohen mobilen Zugriffe im Local-SEO-Bereich eine zentrale Rolle spielen, führe ich die mobile Optimierung und den Pagespeed hier nochmal gesondert auf.

Google My Business

Bei Google My Business handelt es sich, vereinfacht gesagt, um ein Online-Branchenbuch von Google. Ein Google My Business-Profil ist ein ganz besonders wichtiger Bestandteil der Local-SEO-Optimierung, da es die Basis für die Ausspielung des Unternehmens in Google Maps und im Local Pack bzw. Local Teaser ist. Das Profil kann mit vielen relevanten lokalen Informationen befüllt werden:

  • Unternehmensname
  • Unternehmensbeschreibung
  • Kontaktdaten wie Adresse, Telefonnummer, usw.
  • Öffnungszeiten
  • Standort
  • Kategorie
  • Fotos und Videos
  • Beiträge
  • und so weiter

Je vollständiger das Profil, desto besser. Zudem sollte man auch hier das NAP-Prinzip berücksichtigen. Darüber hinaus sollte man auch einen Blick auf andere Suchmaschinen werfen. So bietet Bing mit “Bing Places” einen ähnlichen Dienst an.

Offsite und Citations

In diesem Bereich geht es grob um folgende 3 Themen:

  • Backlinks: Dass Backlinks ein wichtiger Ranking-Faktor sind, ist kein Geheimnis. Um Top-Platzierungen auf den lokalen organischen Suchergebnissen zu erreichen, sollte man vermehrt auf regionale Links setzen. Dadurch wird die lokale Relevanz gestärkt. Das regionale Themenumfeld könnte z.B. ein privater regionaler Blog sein oder auch regionale Händler, Partner sowie lokale Einrichtungen.
  • Citations bzw. Local Citations: Hier geht es darum das Unternehmen in relevante Online-Verzeichnisse und Branchenbücher einzutragen. Wichtig ist, dass man sich nur auf die relevanten fokussiert und dabei NAP im Hinterkopf behält.
  • Bewertungen: Das ist ein Punkt, der ebenfalls sehr wichtig ist. Bevor Nutzer ein Geschäft aufsuchen, schauen sie sich ganz genau an, wie die Erfahrungen der anderen Nutzer war. Auch Google zieht diese Informationen zur Ranking-Berechnung mit ein. Man sollte aber beachten, dass man hier nicht unbedingt nur die besten Bewertungen bekommen muss. Das könnte unnatürlich wirken. Vor allem, wenn es manipuliert ist. Auch wenn ein paar negative oder mittelmäßige Bewertungen dabei sind, dann ist das kein Problem und wirkt sogar natürlicher. Als Website-Betreiber sollte man sich daher Gedanken machen, wie man an Bewertungen kommt. Man könnte bspw. seine Kunden dazu auffordern eine ehrliche Bewertung abzugeben.

Weitere Informationen und Updates zu Local SEO

  • Bevor man auf lokale Keywords optimiert sollte man zunächst eine SERP-Analyse durchführen. Dazu gibt man den Begriff ein und schaut sich die Suchergebnisse einmal genauer an. Werden lokale Suchergebnisse angezeigt (vor allem Local Pack oder Local Teaser), dann kann man das Keywords auf die Optimierungsliste aufnehmen. Werden keine lokalen Ergebnisse ausgespielt, so kann es für ein lokales Unternehmen schwierig sein Rankings zu erzielen.
  • Eine Studie von Womply hat herausgefunden, dass Unternehmen um 58 % höhere Einnahmen erzielen, wenn sie auf verschiedenen Branchenbüchern vertreten sind. Wenn Unternehmen auf Bewertungen antworten, dann erzielen sie 35 % mehr Einnahmen. Zudem verdienen Firmen mehr, wenn sie Bewertungen zwischen 3,5 und 4,5 Sternen haben. Und zuletzt bekommen Unternehmen um 54 % mehr Einnahmen, wenn sie mehr Bewertungen haben als der Durchschnit.
  • Um das Ranking von lokalen Websites auf mehrere Städte zu optimieren, sollte man die Website nicht zu stark auf eine Stadt oder Region lokalisieren. Wird zu stark nur auf eine Stadt optimiert, kann das die Rankings in anderen Städten beeinträchtigen.
  • Werden lokalisierte Inhalte automatisch für Nutzer ausgespielt, muss man auf den Googlebot achten. Da Google meistens mit einer US-IP surft, kann es sein, dass bestimmte lokale Inhalte nicht gecrawlt und indexiert werden können.
  • Aufpassen muss man wenn sich die physische Adresse und die Postanschrift unterscheiden. Das betrifft vor allem Unternehmen am Stadtrand. Weicht die in der Anschrift genannte Stadt vom “echten Standort” ab, dann wird der “echte Standort” zur Berechnung der Rankings herangezogen. Hat jemand sein Büro in Neubiberg (grenzt direkt an München), sieht sich aber zu München dazugehörig, dann wird das Unternehmen mit Keyword-Kombinationen mit “münchen” weniger gut gefunden werden. Um dies auszugleichen, sollten daher lokale Backlinks aufgebaut werden und Inhalte gezielt auf die gewünschte Stadt optimiert werden (Quelle).

Last modified: 27. Mai 2020