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Mobile SEO

SEO

Was ist Mobile SEO?

Mobile SEO umfasst alle SEO-Aktivit├Ąten, die als Ziel haben, die Webseite auf die Anforderungen mobiler Endger├Ąte zu optimieren. Die Optimierungen sollen darauf einzahlen, im mobilen organischen Bereich m├Âglichst weit vorne gelistet zu werden. Zudem soll die Webseite auf dem mobilen Endger├Ąt gut ausgeliefert werden.

Wieso Mobile SEO?

Aktuell werden mehr Suchanfragen ├╝ber mobile Endger├Ąte durchgef├╝hrt als ├╝ber Desktop. Die Tendenz ist weiter steigend. Auch wenn einige Branchen in bestimmten Themen-Segmenten nicht immer davon betroffen sind (z.B. im B2B-Umfeld) geht die langfristige Entwicklung von einer noch wachsenden Bedeutung von Mobile aus.

Zudem existieren verschiedene Zahlen und Berichte zur Smartphone-Nutzung vor:

Am 21. April 2015 hat Google verk├╝ndet, dass „mobile friendly“ ein Ranking-Faktor ist. Darauf hin kam es zum „Mobilegeddon“. Schlie├člich wurde 2018 der Pagespeed ebenfalls ein Ranking-Faktor f├╝r die mobile Suche.

Mobile First

2016 hat Google erstmal das Thema „Mobile First Index“ angek├╝ndigt. Mit „Mobile First“ und der Einf├╝hrung des „Mobile Index“ wird die Ranking-Berechnung auf Basis der mobilen Webseite durchgef├╝hrt und nicht mehr auf Basis der Desktop-Variante. Im April 2018 hat Google dann mit der Mobile-First-Indexierung begonnen und dies offiziell verk├╝ndet. Bis alle Seiten auf „Mobile First“ umgestellt sind, wird es jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Aus SEO-Sicht sollten bei Mobile First folgende Aspekte mitbedacht werden:

  • Wenn eine Seite auf Mobile First umgestellt worden ist, wird Google die Webmaster ├╝ber die Google Search Console benachrichtigen.
  • Wichtig zu beachten ist, dass bei einem Domainwechsel eine schon stattgefundene Umstellung auf Mobile First wieder verloren gehen kann. Der Mobile-First-Status einer Domain w├Ąre somit weg und Google w├╝rde die neue Domain wieder zun├Ąchst per Desktop-Bot crawlen. Ranking-Nachteile m├╝sse man dadurch nicht bef├╝rchten.
  • Mobile First hei├čt, dass Google nur noch die mobile Seite indexiert. Auch wenn weiterhin die Desktop-Version gecrawlt wird, im Index finden sich nur noch die mobilen Inhalte. Wenn auf der mobilen Seite Inhalte fehlen, auf der Desktop-Version aber zu finden sind, dann werden diese fehlenden Inhalte nicht vom Googlebot ber├╝cksichtigt und sind demnach nicht im Index (Quelle).
  • Im Zuge des Mobile First Indexierung kann es beim Einsatz einer eigenen Domain f├╝r mobile Zwecke passieren, dass die mobile Version (z.B. unter m.demirjasarevic.com erreichbar) in der Desktop-Suche erscheint. Dies f├╝hrt dazu, dass Nutzer auf Desktop die mobile Seite angezeigt bekommen. In einem Webmaster-Hangout erkl├Ąrt Google, dass das durchaus passieren kann. Je nachdem, welche Version zuerst gefunden wird und wie die Canonicals gesetzt werden, kann diese Problem auftauchen. Aus diesem Grund empfiehlt Google den Einsatz von Responsive Design oder zumindest die Weiterleitung der Nutzer von Mobile auf Desktop im beschriebenen Fall.

Mobilfreundliche Konfiguration

Grob gesagt gibt es 3 m├Âgliche Konfigurationen von mobilen Webseiten:

  • Responsive Design
  • Dynamic Serving
  • Unterschiedliche URLs

Responsive Design

Beim Responsive Design handelt es sich um die von Google empfohlene Methode. Hierbei existiert eine URL und ein HTML-Code, der f├╝r alle Endger├Ąte gilt. Je nach Bildschirmgr├Â├če wird die Darstellung der Inhalte per CSS ge├Ąndert. Die Aussteuerung erfolgt ├╝ber das Meta-Tag name=“viewport“. Beispiel:

<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">

Dadurch passt sich die Website dem Ausgabebildschirm an. Diese Angabe ist wichtig, damit Google die Seite als „mobile friendly“ erkennt.
Vorteile

  • Einfache Umsetzung und Verwaltung.
  • Pflegeaufwand gering: Der Content muss nur einmal gepflegt werden und ist auf allen Endger├Ąten optimiert.
  • HTML-Code bleibt gleich.
  • Die Indexierungssteuerung l├Ąsst sich einfach machen.
  • Optimale Crawling-Ressourcen, da nur eine Variante gecrawlt werden muss.
  • Mobile und Desktop sind im Google-Index identisch.
  • Es m├╝ssen keine Weiterleitungen eingesetzt werden, um den Nutzer auf die passende Variante zu leiten (= besserer Pagespeed).
  • Weniger SEO-Risiken hinsichtlich Duplicate Content, etc.
  • Googles offizielle Empfehlung.

Nachteile

  • Mobile Seiten lassen sich nicht eigenst├Ąndig pflegen.
  • Bei gro├čen Unterseiten (hinsichtlich HTML-Datei-Gr├Â├če) leidet der mobile Pagespeed.

Dynamic Serving

Dynamic Serving bedeutet so viel wie „dynamische Bereitstellung“. Hier gibt es f├╝r Mobile und Desktop die gleiche URL, jedoch einen anderen HTML-Code je Ger├Ąt. Je nachdem ├╝ber welches Ger├Ąt auf die Seite zugegriffen wird, erfolgt die dynamische Auslieferung oder Bereitstellung der Inhalte auf den User-Agent. Grob funktioniert dies folgenderma├čen:

  1. Nutzer oder Bot ruft die URL auf
  2. Browser teilt dem Server den User-Agent ├╝ber den Vary-Header mit
  3. Der Server sucht auf Basis des User-Agents den richtigen Code aus
  4. Der Server spielt den passenden Code (HTML, CSS, JavaScript) f├╝r das Endger├Ąt aus

Besonders wichtig ist die Angabe des Vary-Header, damit Google die Website als mobilfreundlich einstuft. Dabei handelt es sich um eine Angabe im http-Header, der verhindert, dass Smartphone-Nutzer die Desktop-Version bekommen.

Vorteile

  • Es existiert eine URL.
  • Je nach Ger├Ąt lassen sich die Inhalte zielgerichtet optimieren.

Nachteile

  • Technisch aufwendig umzusetzen im Vergleich zu den anderen Varianten.
  • Hoher Wartungsaufwand und hohe Wartungskosten.
  • Die Codes m├╝ssen laufend aktualisiert werden, da st├Ąndig neue Ger├Ąte und User-Agents dazukommen.
  • Es kann passieren, dass die User-Agents nicht immer richtig erkannt werden und somit nicht passende Webseiten-Varianten ausgespielt werden.

Unterschiedliche URLs

Bei dieser Konfiguration existieren 2 verschiedene URLs:

  • www.demirjasarevic.com f├╝r die Desktop-Variante
  • m.demirjasarevic.com f├╝r die mobile Variante

Sobald der Nutzer ├╝ber das Smartphone die Desktop-Variante aufruft wird er automatisch auf die mobile Version weitergeleitet. Diese Art der Konfiguration hat verschiedene Vor- und Nachteile.

Vorteile

  • Es kann gezielt auf die mobilen Nutzerbed├╝rfnisse optimiert werden.
  • Desktop und Mobile lassen sich getrennt voneinander optimieren und pflegen.

Nachteile

  • Aufgrund von 2 verschiedenen URLs entsteht ein h├Âherer Pflege-Aufwand, da die Inhalte separat gepflegt werden m├╝ssen.
  • Man tendiert dazu die Desktop-Version bei der Pflege zu bevorzugen. Die mobile Variante kommt zu kurz.
  • Meist werden die mobilen Inhalte nicht individuell gepflegt, sondern nur direkt 1:1 von der Desktop-Version ├╝bernommen, was meist nicht der Nutzererwartung und -f├╝hrung auf Smartphones entspricht.
  • Viele Weiterleitungen, was zu schlechteren Pagespeed-Werten f├╝hren kann.

Aus technischer SEO-Sicht ist bei dieser Variante folgendes zu beachten, damit die mobile Seite als „mobile friendly“ erkannt wird:

  • Die mobile Version muss per Canonical auf die Desktop-Version zeigen.
  • Die Desktop-Version muss per rel=“alternate“ auf die mobile Version zeigen. Beispiel: <link rel=“alternate“ media=“only screen and (max-width: 640px)“ href=“http://m.demirjasarevic.com/“>

Die Annotationen k├Ânnen alternativ auch in der Sitemap erfolgen.

Mobile SEO-Aspekte

F├╝r die Optimierung der mobilen Rankings gelten grunds├Ątzlich die gleichen Empfehlungen wie f├╝r Desktop. Im mobilen Bereich gibt es jedoch einige Besonderheiten, die man aus SEO-Sicht zus├Ątzlich im Hinterkopf behalten sollte:

  • Es sollten kurze und verst├Ąndliche S├Ątze verwendet werden.
  • Hochwertige Inhalte (Texte, Bilder, Videos, etc.) m├╝ssen auch auf der mobilen Seite vorhanden sein.
  • Schriftart und -gr├Â├če so w├Ąhlen, dass sie mobil gut lesbar sind.
  • Texte sollte in sinnvolle Abs├Ątze zur schnellen Erfassung gegliedert werden.
  • Ausreichend Abst├Ąnde zwischen den Abs├Ątzen, damit der Text gut lesbar ist.
  • Burger-Men├╝s f├╝r die Navigation verwenden.
  • Akkordeons f├╝r die Text-Strukturierung verwenden.
  • Ausrechend gro├če Buttons implementieren.
  • Strukturierte Daten sind auch f├╝r Mobile wichtig.
  • Meta-Daten (vor allem rel=“alternate“ oder name=“viewport“) m├╝ssen vorhanden sein.

Alternativen

Vollst├Ąndigkeitshalber gibt es neben einer mobilen Website noch folgende Alternativen, um Websites mobil auszuliefern:

  • Accelerated Mobile Pages (AMP)
  • Progressive Web Apps (PWA)
  • Apps

Last modified: 10. Oktober 2019